Irgendwie ist es geradezu schon eine Tradition, dass wir im November umziehen. Sei es nun unser Zusammenzug in Erfurt 1998, der Umzug von Erfurt nach Rossbach 2001, von Rossbach nach Markkleeberg 2005, innerhalb von Markkleeberg 2008, von Markkleeberg nach Gera bzw. Weida 2013 und dann von Weida nach Texas 2019. So behalten wir es auch hier bei. Am 01. November bezogen wir ein neues Appartment innerhalb unserer Community mit Kamin und Blick auf den Pool. Das ist in Anbetracht des bevorstehenden Weihnachtsfestes sehr wichtig, da wir ohne Kamin nicht wissen, wo wir die Socken aufhängen können und wenn es draußen kalt wird (also um die 20°C) wollen wir uns ja wärmen können.
Nachdem wir ein Jahr unsere Wohnung nun mehr als ausreichend zwangsbewohnt hatten, gab es doch einige störende Punkte, die abgestellt werden mussten. Die Wohnung an sich war schön und wir haben uns auch sehr wohl gefühlt, aber da waren zum einen die sehr lauten Lüfter, die nahezu 24 Stunden liefen, und seit März 2020 ein sehr laut trampelndes Kleinkind mit großem Hund über uns, deren Erziehungsberechtigte der Auffassung war, dass sie ihre Lebensgewohnheiten nicht ändern könne nur weil sie jemanden damit stören könnte. Wir wissen ja nicht genau wo diese Familie früher gewohnt hat, aber vermutlich irgendwo im Dschungel oder in einem Zelt, wo es keine Untermieter gibt. Besonders reizvoll waren auch die regelmäßigen Präsente, die unsere Obermieter uns auf unseren Balkon zukommen ließen. Manchmal wäre es gut gewesen mit dem Hund gassi zu gehen und nicht das Zeug vom Balkon …(an dieser Stelle verzichten wir auf weitere Ausführungen). Aber als das liebe Kleinkind dem Beispiel des Hundes folgte, war das Maß voll und wir bei der Hausverwaltung, die einfach nur entsetzt waren. Leider konnten sie sich, auf Grund der gesetzlichen Vorgaben des Kündigungsschutzen wegen der Corona-Pandemie, nicht von diesen Mitbewohnern lösen, so dass man uns eine Alternative gesucht hat.
Wir hatten sogar schon mit dem Gedanken gespielt eine Immobilie zu erwerben, aber wir wollten uns nicht schon nach einem Jahr wieder eine solche Anschaffung leisten, somal die Preise rückläufig sind und wir ja nicht wissen wo die Reise zukünftig hingehen wird.
Die neue Wohnung hat eine wesentlich bessere Raumaufteilung und damit die Möglichkeit der günstigeren Arbeitsplatzgestaltung für alle Beteiligten. Celina bekam ein größeres Zimmer mit begehbarem Kleiderschrank und Erker und für Andrea und Matthias haben wir ein spezielles Arbeits-/ Wohnraumkonzept kreiert und umgesetzt.
Und der Küchenherd war auch viel schöner und wir durften von nun an auch mehr Miete bezahlen. Wie haben ja schon immer das Problem, dass wir nicht wissen wohin wir unsere Millionen, die unser Goldesel täglich produziert, werfen sollen (zumindest scheinen dies manche Leute immer wieder zu glauben). Aber egal, die Mieten hier sind einfach extrem teuer, aber da muss man eben durch, wenn man nicht im Zelt schlafen will. Und diese neue Wohnung hat eben absoluten Wohlfühlcharakter!
In den ersten Tagen war es besonders schön den fleißigen Handwerkern bei der Renovierung des Pools zuzusehen, auf den wir nun einen direkten Blick hatten. In der Regel haben die Arbeiter gegen 9:00 Uhr angefangen mit arbeiten (also einer von bis zu 6 Leuten) um dann kurze Zeit später eine ausgiebige Baubesprechung zu machen. Dann wurde mal wieder etwas getan und die Tätigkeiten der bis zu 2 operativ Tätigen wurde durch die bis zu 4 offensichtlichen Bauleiter akribisch überwacht, während man sich mit den Smartphones beschäftigte. Aber auch diese Kollegen wurden irgendwann fertig mit der Sanierung.
