Nachdem wir nun im November 2020 unser neues Appartement bezogen hatten, stellte sich die Frage nach einer angemessenen Gestaltung unserer Arbeitsplätze. Da wir auch weiterhin bis auf Weiteres unseren Arbeitsalltag gemeinsam im Homeoffice verbringen würden, sollte der Bereich einigermaßen von unserem Wohnraum abgetrennt, aber eben auch offen für das wenige Tageslicht sein.
Unsere ersten Überlegungen gingen dahin, die Höhe unseres Wohnzimmers auszunutzen und eine Empore zu bauen. Diesen Gedanken haben wir dann aber relativ schnell verworfen und uns für eine ebenerdige Variante entschieden.
Unser besonderes Augenmerk galt einer guten Ausgestaltung der Beleuchtung um möglichst augenschonend arbeiten zu können.

Wir fuhren also zum nächsten Baumarkt um Material einzukaufen. Vielleicht wären ein Plan und ein Aufmaß eine gute Idee gewesen. Aber wir hatten das erstens nicht, weil wir noch keine richtige Idee hatten und zweitens, weil wir keinen Zollstock hatten (oder heißt das hier Inch-stock, weil ja alles in Inch und Feet gemessen wird?). Aber egal, dann eben Pi mal Daumen mal Fensterkreuz. In der Gartenbauabteilung wurden wir schließlich inspiriert und fündig.


Da das unsererseits erworbene Holz aus dem Baumarkt über eine nicht unbedeutende Menge an Restfeuchte verfügte (anderes gab es leider nicht), war unsere Ständerwandkonstruktion auch nach seiner Fertigstellung sichtlich bestrebt sich weiter zu entwickeln. Die Balken nahmen sukzessive interessante Bogenformen an, was das Gesamtbauwerk… sagen wir mal… speziell erscheinen lässt. Andererseits hat es etwas uriges und mit der Verzierung durch Grünpflanzen hat es sogar etwas von einem natürlichen Wintergarten.
