Wer verbindet Texas nicht mit dem Flair von Mittelaltermärkten, Rittern, Barden und Gauklern? Wir zum Beispiel! Und die Einheimischen wahrscheinlich auch nicht. Umso lustiger erscheint uns die Tatsache, dass in der Nähe von Dallas über 8 Wochen hinweg eben ein solcher „Mittelaltermarkt“ bereits seit 40 Jahren etabliert ist. Also, mal schauen was die da so treiben und was ca. 200.000 Besucher jährlich dahinführt.
Es ist Sonntag, Celina muss nicht arbeiten, das Wetter scheint ganz gut zu werden und es sind Ferien. Auf zu einer Art von Veranstaltung, die wir zuletzt vor mehr als 10 Jahren in Deutschland besucht, bzw. selbst aktiv teilgenommen haben (natürlich nicht ohne vorher einen Zwischenstopp bei BUC-EE`S eingelegt zu haben).
Nach einer knapp dreistündigen Fahrt kommen wir auf dem Festival-Gelände in Waxahachie an und sind erstmal platt von der Menge an Besucherfahrzeugen, die bereits auf dem riesigen Parkplatz stehen. Das ist bestimmt rammelvoll… Die Mädels ziehen sich noch fix im Auto um und schon trotten wir zum Eingang um den stolzen Eintrittspreis von 38$ pro Person zu löhnen.
Nach dem uns Einlass gewährt wurde sind wir positiv überrascht wie sich die Besuchermassen auf dem Gelände verlieren, was bei 140.000m² wenig verwunderlich ist. Das Gelände ist riesig und mit festen Bauten bestückt. Nicht wie wir das aus unserer aktiven Zeit kannten, wo es nur Zelte und Holzbuden gab.
Das positive Flair wird jedoch nach ca. 10 Minuten getrübt, da die Schuhe von Andrea beschließen sich von den Sohlen trennen zu wollen. Das führt bei ihre nicht zu Jubelsprüngen, sondern eher zu langsamsten Schlürf-Bewegungen gepaart mit diversen Flüchen. Dann kommt der rettende Einfall zu Lösung des Problems. Matthias hat ja Socken an und seine Schuhe und Sohlen befinden sich in einer festen Beziehung. Dann gehen eben die Socken von Matthias über die Schuhe von Andrea, damit die Sohlen weitestgehend an ihren Plätzen gehalten werden. Sieht zwar albern aus, aber funktioniert.
Nun kann der Spaß weitergehen und wir schlendern über das großzügige Anwesen, bestaunen die Vielzahl an Ständen, Bühnen und Attraktionen und schmunzeln über die teils sehr skurril gekleideten Besucher.
So … und wie sich das gehört, kommt jetzt noch der Tjost (also das Lanzenstechen) der Ritter dran. Dafür haben sich 4 Recken mehr oder weniger freiwillig bei den angenehmen 40°C in ihre Rüstungen gezwungen um die Besucher zu unterhalten. Gott sei Dank müssen wir das nicht mehr machen! Uns ist so schon warm genug.
Nach etwa drei Stunden sind wir dann fußlahm und wir begeben uns wieder Richtung Auto. Schließlich wartet ja auch noch eine längere Heimfahrt auf uns.
Wir machen noch kurz eine Pause bei McDonalds, wo Celina für das Besorgen von Essen und Getränken in die Lokalität geschickt wird, weil Andrea nicht in den Sockenüberzogenen Schuhen da rein will. Und dann ist der Tag auch schon wieder rum.
Die Socken haben im Übrigen den Tag nicht mehr überlebt…





















Ist trotzdem mal eine Abwechslung und andere Erfahrung zu den bisher üblichen Mittelaltermärkten gewesen.
Dass die Schuhe dabei drauf gegangen sind, ist weniger schön, gibt Schlimmeres.
Danke für die Fotos und Eindrücke.
Liebe Grüße von Oma Bine