Weil das Jahr mit Veränderungen angefangen hat, wir nun aber nicht mit Autos weiter machen können, nehmen wir uns eben unser Apartment vor. Wir wohnen hier ja nun inzwischen seit 5 Jahren und da wird das „häusliche Umfeld“ eben irgendwann langweilig oder Dinge geben ihren Geist auf. Da ein Umzug nicht in Frage kommt, muss halt hier und da ein bisschen „aufgehübscht“ werden.
Den Anfang machte – für Deutsche sicherlich etwas fragwürdig – eine eigene Waschmaschine. Hier ist es ja so, dass jeder Wohnkomplex eine Laundry (einen Waschraum mit Waschmaschinen und Trocknern) zur allgemeinen Verfügung stellt. Diese Option hatten wir auch bisher genutzt, doch seit der Zunahme an Hunden und Katzen in unserer Community wollten wir nicht deren Fellrückstände in unserer Wäsche haben. Und so kam ein neues Haushaltsgerät in unseren Besitz: eine kleine Waschmaschine zog in unserer Küche ein. Und nun können wir auch die Nachbarn mit rumpelnden Schleudergeräuschen beglücken.
Das nächste Projekt „Pimp my Bad“ beantragte unser Töchterlein. Ja, zugegeben, die Fliesen in ihrem Bad sind reichlich abgewohnt und Madam wünschte ein neues Einrichtungs-Design. Da man ja nun hier nicht wild drauf los renovieren (ja, nicht mal die Wände streichen) darf, mussten neue Ideen her. So fuhren wir zum nächsten Home Depot (Baumarkt), bewaffneten uns mit Plastikpaneelen, doppelseitigem Klebeband, neuen Armaturen, Farben und Klebefolie, und los gings! Madams Farbkonzept gab Holz, dunkles Olivgrün und schwarz vor. Also überklebten wir an der Badewanne die „schicken“ Fliesen mit besagten Paneelen und selbige mit Klebefolie in beiger Beton-Optik, tauschten das hässliche alte Waschbecken gegen ein Neues aus samt optischer Überarbeitung der Ablagefläche, bauten neue moderne schwarze Armaturen ein (bzw. lackierten die Bestandsarmaturen mit Sprühfarbe) und rundeten das mit einem grünen Anstrich des Schrankes und einem passenden Duschvorhang ab.
Und, voila, die weiße Marmor-Höhle hatte sich in einen schicken Dschungel-Duschtempel verwandelt.
Andrea hatte nun Spaß am um stylen gefunden und nahm sich als nächstes den „Closet“ (also unseren Klamotten-Schrankraum) vor, um auch diesen wieder etwas begehbarer zu machen. Und weil man ja gerade so schön dabei ist: warum nicht gleich das ganze Schlafzimmer mal optisch umgestalten?
Gesagt, getan! Leider ist der Raum eh schon ziemlich dunkel, aber da macht es auch nichts aus die Raum-Farben auf schwarz und gold zu ändern. Da auch hier nicht mit Malerfarbe gearbeitet werden kann muss halt die Wand mit Stoff verkleidet werden.
Die Kommoden auch fix mit Folie überziehen, goldene Akzente mit Ducktape ankleben, ein paar Bilderrahmen ebenfalls mit besagtem Stoff bespannen, ein paar Pflanzen anhängen, Celina sorgte Dank ihres Ladens für passende Deko. Und mit neuer Bettwäsche und Vorhängen sieht es jetzt aus wie im 5-Sterne-Hotel. Na dann: Gute Nacht! 😉
Weiter ging es dann in der Küche. Eines Morgens fing unser wichtigstes Küchengerät – die heilige Kaffeemaschine – an, komische Geräusche beim Kaffee mahlen von sich zu geben. Zugegeben, unser Wasser, die klebrigen Kaffeebohnen, und eine sehr rege Nutzung haben an dem guten Stück ihre Spuren hinterlassen. Matthias hatte daher eine Vorahnung und bestellte ein neues Gerät, was auch am selben Tag noch eintraf. Das war dann wohl zu viel für unseren guten alten Coffeemaker, und er wachte am nächsten Morgen nicht mehr auf. Seitdem ziert unsere Küche eine neue coole „DeLonghi Magnifica“ Kaffee-Espresso-Cappuccino-Maschine. An den neuen, nun etwas kräftigeren Geschmack der morgendlich notwendigen Flüssigkeit mussten wir uns erst gewöhnen, aber inzwischen wissen wir diese neue Errungenschaft sehr zu schätzen.
Und wo wir schon mal so schön am Geld ausgeben sind, könnten wir doch im Wohnzimmer auch eine neue Couch gebrauchen. Eine mit mehr Platz für uns zwei Weiblein… zum breit machen… und Füße hochlegen. Nach einer Suche in einem wohlbekannten Online-Marktplatz war auch bald ein angemessenes Stück gefunden und bestellt. Nun ein paar Tage warten und dann… kam natürlich eine falsche Couch an. Gut, sie kam eher als erwartet, aber dass das Modell nicht dem entsprach was bestellt war konnte man erst richtig feststellen als es final zusammengebaut war. Hm… und nun? Den Anbieter kontaktieren und auf Austausch plädieren? Oder was jetzt? Nach einigen Rück- und Räumversuchen beschlossen wir dann doch das gute Stück zu behalten (weil das Material so schön weich ist…). Außerdem wirkt das Wohnzimmer jetzt deutlich grösser und wir Mädels haben endlich viel mehr Platz zum Lümmeln.
(Unsere alte Couch wurde ganz nebenbei zu einem Sessel für Celinas Zimmer umgebaut. So mussten wir sie nicht komplett entsorgen und sie tut noch weiter ihren Dienst)
Nun bleibt eigentlich nichts mehr groß, wo wir was basteln und um stylen können… Naja, vielleicht noch das andere Bad??? Oder die Küche??? Wir werden sehen… uns fällt schon noch was ein! 😉 Oder wir müssen dann doch mal ein Haus kaufen. Mal schauen was Lottoscheine hier so kosten …









Da hattet ihr ja mal wieder ein paar gute Einfälle und die gleich in die Tat umgesetzt. Da wird‘ nicht langweilig, ist eben nur mit Arbeit verbunden.
Da erkennt man ja Eure Wohnung gar nicht wieder.
Sieht aber auf den Fotos ganz gut aus.
Da wünsche ich weiter gute Ideen, viel Spaß und gutes Gelingen.
Ganz liebe Grüße von
Oma Biene