Und wieder ist ein Jahr vorbei … und wieder ging es gefühlt schneller rum als die vorherigen Jahre. Dieses Mal könnte es jedoch tatsächlich an den zahlreichen Erlebnissen und Eindrücken liegen, die unseren Erfahrungsschatz in diesem spannenden Jahr bereichert haben.
Das Jahr startete zunächst recht ruhig, wir feierten Celinas 20. Geburtstag wie immer mit Schwarzwälder Kirschtorte und BBQ, gingen unseren täglichen Arbeiten nach und genossen das nette Wetter (außer den einen Tag Winter, aber den haben wir, Dank unseres Glühweinvorrates, auch überstanden). Dann aber war unser Chevy Tahoe der Meinung nicht mehr für uns tätig sein zu wollen und wir mussten uns spontan einen neuen fahrbaren Untersatz besorgen. Und so stieß Mitte Januar ein Dodge Journey zu unserer Familie der dann auf zahlreichen längeren und kürzeren Ausflügen (weil ja „Journey“ = Reise übersetzt heißt) intensiv getestet wurde und sich bewehrte. Diesem Umstand verdanken wir viele neu kennengelernte Bundesstaaten, Städte, Landschaften und Sehenswürdigkeiten. So weit, so gut.
Abgesehen von unseren Reisen, haben wir uns auch auf andere Art und Weise in diesem Jahr kreativ betätigt und einiges in unserem Umfeld verändert. Beispielsweise haben wir Celinas Bad neugestaltet, unser Schlafzimmer verschönert, uns diverse neue Haushaltsgeräte zugelegt und dem Wohnzimmer eine neue Couch verpasst, auf der man wunderbar lümmeln kann.
Wir haben kennengelernt was sich Texaner unter Mittelaltermärkten vorstellen und das Filmedrehen durchaus zeitaufwendig und gelegentlich nervenaufreibend ist.
Ja … und wir wissen jetzt wie man leckere Wurst, Bratwürstchen und Kassler-Fleisch (was hier alles nur schwer zu bekommen ist) selber machen kann.
Und es gab zahlreiche Momente zum Schmunzeln. Zum Beispiel investieren manchen High School Absolventen für ihren letzten Schultag offensichtlich das Maximum an Kuriosum, um diesen Tag unvergesslich für alle zu machen. An Celinas ehemalige High School brachte ein Schüler am letzten Schultag einfach mal ein Dromedar mit. Kann man machen …
Auch bei manchen Vorgehensweisen zur Herstellung von Sicherheit mussten wir in diesem Jahr leise lachen und haben ungläubig mit dem Kopf geschüttelt. Aus irgendeinem Grund ist im Frühjahr ein Grill vor unserem Haus umgefallen. Anstatt den aber einfach wegzuräumen, hat der Hausmeister Absperrhütchen und Flatterband drum rum gemacht und das für 3 Wochen so stehen gelassen. Nein, wir haben keine weiteren Fragen … und ja, ein Hütchen steht heute noch da.
Viel prägender als all die neuen Erfahrungen waren jedoch die gesellschaftlichen Entwicklungen und Veränderungen hier in den USA. Die Neuausrichtung in der Migrationspolitik und die Unsicherheit über die weiteren Maßnahmen im Umgang mit Zuwanderern waren für uns schwer bewertbar. Auch wenn wir als Legal Permanent Residents nichts zu befürchten hatten, so war doch ein gewisses Unwohlsein vorhanden. Dies führte dann im April dazu, dass wir aus den oben beschriebenen Gründen und auch zur Erlangung von Privilegien, die sonst nur amerikanischen Staatsbürgern vorbehalten sind, unsere Einbürgerungsprozesse in Gang gesetzt haben.
Nach mehreren Monaten des Wartens und Lernens, können wir uns nun seit September als stolze Deutsch-Amerikaner bezeichnen.
Dieser Status gibt uns ein Gefühl der Sicherheit und weitere Freiheiten, die uns auf unseren zukünftigen Wegen zusätzliche Stabilitäten geben werden. Davon sind wir zu tiefst überzeugt! Und nach dem aktuell die Green Card Lottery auf Eis gelegt wurde, sind wir umso glücklicher, dass für uns dieser ganze Prozess so reibungslos verlaufen ist.
Am 3. November jährte sich unser Tag der Auswanderung nun schon zum sechsten Mal, weshalb es zur Feier des Tages auf Celinas Wunsch hin leckeres BBQ gab.
Und in diesem Jahr hat es nun auch Andrea mal geschafft bei der Homecoming-Parade an der SEU dabei zu sein. Das hatte bisher ja immer nicht geklappt, weil sie zu diesem Zeitpunkt immer in Germany war.
Nachdem 2024 bei Matthias in arbeitstechnischer Hinsicht durch ein regelrechtes Chaos geprägt war, stabilisierte sich die Situation in diesem Jahr merklich und es kam wieder etwas Normalität auf. Bei Celinas Job haben wir zur zweiten Jahreshälfte eine Reduzierung der Stunden bewirkt, so dass sich Studium und Arbeit auch hier besser in Einklang bringen ließen. Bei Andrea ist arbeitsseitig alles wie im Vorjahr, was bedeutet, dass hier mittelfristig Veränderungen angepeilt sind. Wie die aussehen werden, dass wissen wir noch nicht genau, aber das in dieser Hinsicht etwas passieren wird steht eigentlich ziemlich fest.
Jetzt am Jahresende können wir rückblickend eine sehr positive Bilanz über das Jahr 2025 ziehen und wünschen uns für das kommende Jahr eine Fortsetzung in diese Richtung. Schließlich stehen für 2026 einige Highlights an, über welche wir dann wieder berichten werden. Auf jeden Fall wünschen wir allen die wir kennen (oder auch nicht kennen) alles erdenklich Gute, Gesundheit und Glück im neuen Jahr!
HAPPY NEW YEAR!
























Sechs Jahre lebt ihr nun dort, habt euch eingewöhnt und Höhen und Tiefen hinter euch gebracht. Ja, auch in Amerika geht’s nicht ohne Arbeit und Geld verdienen, aber ihr habt das sis jetzt gemeistert und ich denke, ihr schafft das auch weiterhin.
Wünsche euch hiermit alles Gute und viel Gesundheit für’s Neue Jahr und dass ihr weiter alle Hürden übrespringt und euren Weg meisert.
Ganz liebe Grüße und ein bischen Glück von
Oma Biene