Es ist Thanksgiving-Break und wir brauchen dringend mal wieder eine Auszeit bevor die Finals für Celinas Studium beginnen. Wobei „Auszeit“ nicht ganz richtig ist, denn die Projekte für die Finals müssen ja noch erstellt werden. Demzufolge wird eine gute Fotolocation benötigt, die gleichzeitig Erholungscharakter besitzt. Also, auf zum Big Bend National Park … nun schon zum sechsten Mal.
Am späteren Mittwochnachmittag startet der Ausflug und es geht zunächst zu unserem Zwischenstopp in Sonora, wie die letzten Male auch. Vorher decken wir uns noch mit Lebensmitteln ein, worüber sich heute noch 3 tierische Gäste freuen werden. In Sonora gönnen wir uns dann im Sutton County Steak House ein leckeres Abendessen.
Danach geht es zurück zu unserem Hotelzimmer, wo wir von einer Katzenfamilie Besuch bekommen, die dann auch gleich als Fotomodels herhalten müssen. Natürlich bekommen sie dafür auch eine Belohnung aus unserer frisch gefüllten Lebensmitteltruhe, schließlich steht ja Thanksgiving vor der Tür.
Als dann zu fortgeschrittener Stunde noch einige Rehe über den Parkplatz spazieren, beschließen wir dann doch langsam ins Bett zu gehen und das Außengelände für diese Nacht der Wildnis zu überlassen, denn morgen haben wir ein volles Programm.
PRADA Marfa & das „1000 Teile Projekt“
Am nächsten Morgen starten wir für kühnesche Verhältnisse zum Ärger unseres Töchterleins relativ früh um nach 4,5-stündiger Fahrt den PRADA Shop in Marfa zu erreichen, den wir als erste Fotolokation für Celinas Art Final Projekt („Baue was aus tausend gleichen Dingen, das man Tragen, was aber auch selbst als Kunstobjekt stehen kann“ – für uns nur kurz das „Rock-Projekt“ genannt) auserkoren haben. Dieses Kunst-Bastel-Projekt soll am Tag des Finals mittels eines kurzen Videos vorgestellt werden … also drehen wir mal wieder einen Film!
Zu unserem Ärgernis, haben am heutigen Tag wahrscheinlich viele Leute Langeweile und fahren an diesen Ort um Fotos zu machen. Haben die alle keine Familie, bei der sie zum Truthahn essen gehen können? Nachdem wir ein paar Aufnahmen im Kasten haben (und der Rock durch den Wind einige Blessuren erhalten hat, die Matthias als deutscher Heimwerker mit den mitgeführten Werkzeugen reparieren kann), geht es zum Easter Egg Village – unserem beliebten Motel im Big Bend.
Hier lassen wir den Abend ruhig und gemütlich, mit einem etwas übersichtlichen Thanksgiving-Abendessen (kalte Hühnerbeine mit Kartoffelsalat), ausklingen um für den nächsten Tag fit und frisch für die anstehenden Aufgaben zu sein.
Big Bend NP & Spaß am Rande
Nachdem die Foto- und Videoausbeute gestern noch nicht ausreichend war setzen wir heute unseren Final-Projekt-Ausflug mit dem Besuch des National Parks fort (nachdem wir uns ungefähr eine halbe Stunde an der Autoschlange am Eingang angestellt haben). Das es voll werden würde war uns bewusst, aber so voll?
Also besteht nun unsere Herausforderung darin, hier und heute ein ruhiges Fleckchen für unsere Aufnahmen zu finden. Nur gut, dass wir schon einige Male in diesem Park waren und ungefähr wissen wo keiner hinfährt… Okay, was steht nochmal auf unserer To-Do-Liste? Noch ein paar Zusatzaufnahmen für das Rock-Projekt, die Fotos für die Klasse mit Prof. Joe („Tiny Worlds – Big Stories“ – Kalender) und … ach ja, Weihnachtsbilder.
Für den Kalender, haben sich einige Spielzeugdinos und andere Tiere zu uns gesellt, die nun in den verschiedenen Landschaften porträtiert werden. Dass die Leute komisch schauen, während wir mit unseren Spielzeugdinos und der Fotoausrüstung ins Gelände watscheln, ist uns ziemlich egal. Arbeit ist nun mal Arbeit!
Natürlich wollen wir nicht nur Fotos machen, sondern auch die Big Bend Landschaft genießen. Und selbstverständlich ist ein Besuch des Flussbettes vom Rio Grande, der diesmal sogar etwas Wasser führt, ein Pflichtpunkt.
Nachdem sich unsere 3 Reisebegleiter-Plüschies Bella, Chayenne und Orka auch mal etwas die Beine bzw. Flossen vertreten durften, machen wir noch schnell ein paar Adventsfotos in der Wüste.
Anschließend geht es zurück Richtung Motel, während sich die Sonne mit einem herrlichen Sonnenuntergang von uns verabschiedet und uns noch einige freilaufende Pferde vom Straßenrand schief anschauen. Das obligatorische Abendessen beim „Chilli Pepper Café“ durfte natürlich auch nicht fehlen und es ist schön, wenn man dort inzwischen von den Mitarbeitern wiedererkannt wird.
Big Bend Ranch State Park
Am nächsten Morgen geht es nach Lajita und in den Big Bend Ranch State Park, also in den äußersten Westen dieses Gebietes. Das haben wir bis jetzt noch nicht geschafft. Hier gibt es steile und kurvige Straßen und immer wieder Zufahrten zum Rio Grande, der in diesem Bereich durchaus „viel“ Wasser hat. Auch eine alte Filmkulisse namens Contrabando, die für neun Filme verwendet wurde und von der leider nicht mehr sehr viel übrig ist, kann man hier besichtigen.
Im Vergleich zum Vortag ist diese Gegend nahezu verlassen und kaum Touristen verirren sich hierher. Das ist sehr nett von den Besuchern… Und so können wir fast alleine die Landschaften genießen und fotografisch ausnutzen. Am frühen Nachmittag steigen die Temperaturen in Richtung 30°C und wir fahren zurück nach Terlingua. Aber irgendwie sind wir alle Drei jetzt etwas fußlahm und wir beschließen, nach einer kurzen Stippvisite der Ghost Town, ins Motel zurück zu kehren. Matthias repariert erneut den Rock vom Rock-Projekt während die Mädels sich ausruhen. Als die Sonne sich auf den Untergang vorbereitet, tauschen sich die Rollen und die Damen fahren nochmal nach Terlingua um beim „Rustic Iron BBQ“ was Leckeres zum Abendessen zu besorgen, während Matthias nun die Ausruhzeit in Anspruch nimmt.
Terlingua
Ghost Town Terlingua geht natürlich nicht ohne einen obligatorischen Stopp beim „Old Cemetary“. Zur Freude unserer Fotografin haben sich hier zwei Touristinnen in Kostüme geworfen um für sich ein paar Fotos zu machen. Sie stimmen zu, dass auch Celina ein paar Fotos machen darf und so ergibt sich gleich noch eine gute Gelegenheit zum Update der Social Media Profile.
Und schon wieder vorbei…
Der Sonntag steht vor allem im Zeichen der Heimfahrt. Wir versuchen zwar noch ein paar Filmaufnahmen für das Rock-Projekt zu machen, aber es windet extrem stark und die Temperaturen sinken binnen weniger Minuten in Richtung Gefrierpunkt, so dass wir nach 10 Minuten von diesem Vorhaben Abstand nehmen und Richtung Heimat aufbrechen. Und damit endet ein weiterer spannender Ausflug, der zudem ausreichend Material für Celinas Finals produziert hat.
Die Finals Ergebnisse
Und hier noch die Ergebnisse des Ausflugs für die Finals:
1) Video „1000 Objects“ – Der Blätter-Rock zum Aufstellen
2) Alternative Fotoentwicklung – Kalender in Platinum Silber Printing













































Hallo
Ich freue mich jedes Mal über Berichte und Bilder von Euren Ausflügen.
Ist auch schön, zu sehen, wie ihr Celina unterstützt bei ihren Arbeiten.
Bin auch ganz stolz drauf, wenn sie gute Abschlußergebnisse bekommt und sich gut weiter entwickeln kann.
Wünsche weiterhin viel Spaß und Erfolge beim Studium und im weiteren Leben.
Drücke euch alle
Eure Oma Biene
Dankeschön! Ja wir sind fleissig am aufschreiben und dokumentieren, damit wir selber nichts vergessen. Und ja, das Kindlein stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen mit den Projekten, aber so soll es ja auch sein 😉