Es ist der letzte Sonntag vor Celinas Final-Week für dieses Semester und wir haben beschlossen, den heutigen Tag an der frischen Luft zu verbringen. Wir sind ja die Woche über alle drei überwiegend in Innenräumen beschäftigt und bekommen nicht viel von der Sonne mit. Und wenn wir mal rauskommen, dann ist es aktuell eher nicht so tolles Wetter. Aber für diesen Sonntag ist Sonne satt versprochen und wir können Vitamin D tanken. Also ab zum McKinney State Park.
Wir sind ja sehr gern hier und beziehen zunächst unseren Lieblingsgrillplatz, um unsere letzte verbliebene selbstgemachte Bratwurst aus dem letzten Jahr ihrer Bestimmung zuzuführen. Endlich werden wir wieder Platz im Tiefkühlschrank bekommen … zumindest bis zur nächsten Produktionsrunde.
Frisch gestärkt und vom Grill eingeräuchert und entsprechend duftend, begeben wir uns an einen Teil des Flusslaufes, der normalerweise Menschenleer ist. Die meisten Leute bleiben bei den Wasserfällen und vermeiden es die etwa 500 Meter flussaufwärts zu gehen. Celina hat sich ein weißes Kleid übergeworfen, die Krone gerichtet und das von Andrea gestern noch weißgesprühte Korsett angelegt. Bewaffnet mit einem Schwert watscheln wir zur angedachten Stelle und … toll, da sind Leute. Und nun? Nach einem Moment des Zögerns beschließen wir die Leute einfach zu ignorieren (ignorieren können wir gut) und fangen einfach an unsere Fotos zu machen.
Das Scenario sollte diesmal ein Mix aus dem aktuellen Fotografie-Style unsere Website kuehne-photo.com und unserer langjährigen Vergangenheit als aktive Mitglieder beim thueringer-ritteroden.de sein. Passend eben zu den von uns in den letzten Monaten besuchten „Ren Fairs“.
Mitten im Wasser steht sie, die Kriegerin (die sie normaler Weise früh morgens ist, wenn es ums Aufstehen geht) zwischen Mythos und Legende. Das weiße Gewand, die silberne Krone und das Schwert sollen der Szene eine etwas königliche Ausstrahlung verleihen, während der dunkle Wald im Hintergrund wie das Tor zu einer anderen Welt wirkt. Das hat doch irgendwie etwas von der Sage von Artus und dem heiligen Bembel, ähm oder Grahl wie es im Allgemeinen heißt.
Wir wollten mit diesem Fotoshooting die Atmosphäre einer klassischer Fantasy-Geschichten einfangen. Die natürliche Kulisse eines Flusses haben wir dabei bewusst genutzt, um eine Szene zu erschaffen, die an alte Sagen, Elfenköniginnen und vergessene Reiche erinnert. Das Sonnenlicht spiegelt sich auf der Wasseroberfläche und verleiht der Szenerie trotz der teilweise kämpferischen Pose eine fast märchenhafte Ruhe.
Und was unsere Fotografie Studentin dann mit Hilfe von Bildgestaltungssoftware aus dem „Rohmaterial“ gemacht hat, sieht man hier auf der rechten Seite. Das hat schon was, oder?
Das Ergebnis ist ein Portrait zwischen Fantasy und Fine Art – eine Szene, die wirkt, als wäre sie direkt aus den Seiten eines Romans entsprungen.
Und hier noch ein paar behind-the-Scenes Bilder:
Ach ja, das Schwert haben wir natürlich danach ordentlich abgetrocknet und für den Rest des Tages in die pralle Sonne gestellt. Wir mussten dann warten bis die Sonne weg war, um es wieder anfassen zu können. Und nein, es hat nicht angefangen zu rosten.









