Das lange Wochenende anlässlich des 250. Geburtstages der USA steht vor der Tür und so begeben wir uns auch vor Selbige und düsen mal zur Abwechslung in Richtung Nord-Ost-Texas. Mal sehen was es dort oben so Nettes gibt 🙂
Die meisten Leute haben den Freitag ja schon frei, denn es ist ja 4th July – Independence Day Wochenende! Da wir aber (wegen Andrea’s Job) erst am Freitagnachmittag losfahren können, planen wir einen Übernachtungsstopp in Palestine, TX ein. Was wir nicht wussten: hier beginnt schon an diesem Freitag die Party und zwar mit Eröffnungs-Feuerwerk direkt vor unserem Hotel. Wir sind allerdings zu diesem Zeitpunkt beim Essen und bekommen nur den anschließenden Qualm mit.
Palestine, TX
Da wir nun schon mal in einer kleineren Stadt im eher „ländlichen“ Texas sind, beschließen wir a, nächsten Morgen einfach noch etwas hierzubleiben und zur Fest-Parade zu gehen, um zu sehen wie hier dieser besondere Tag zelebriert wird.
Wir begeben uns in die recht übersichtliche, aber sehr angenehme Innenstadt, zum Anderson County Courthouse, wo pünktlich um 10:00 die Parade los geht. Clubs, Vereine und natürlich die Feuerwehr der Stadt und des umgebenden County haben ihre „Wagen“ und Autos in red-white-blue geschmückt und fahren – Bonbons wie beim Karneval werfend – die Main Street hinunter, bejubelt von den Palestine-ensern. Jaaa, Nationalstolz, das können die hier!
Nach der Parade geht es zum Schlämmen in den historischen Stadtkern, wo diverse Stände und Flanierangebote warten. Außerdem gibt es eine kleine Historic Cars Show zum Bummeln und wir genießen das familiäre Flair in dieser doch sehr netten kleinen Stadt.
Aber wir wollen ja noch ein bissel mehr sehen und so geht es weiter gen Norden.
Jefferson, TX
Unser nächstes Ziel heißt Jefferson, TX, eine historisch erhaltene Kleinstadt, die allerdings Mitte der 1800er Jahre eine „Boomtown“ und einer der größten Städte in Texas war. Jefferson hatte nämlich den nördlichsten Hafen in Texas und war durch Dampfschiffe auf dem Cypress Bayou mit New Orleans verbunden. Das ehemalige Hafenviertel – also das Zentrum des Ortes – ist heute ein gemütliches kleines Flaniergebiet mit Gebäuden im Louisiana-Stil, vielen Antik-Shops, kleinen Bars und einfach nettem Flair.
Wir bummeln ein Weilchen über den, im Bayou-Wald angelegten, Naturweg (um irgendwie im Schatten zu sein) und wollen uns dann zum Festplatz und der 250-Jahrfeier gesellen, allerdings hat Petrus da wohl andere Pläne und schickte ein dickes Gewitter über die Stadt, wodurch die Party buchstäblich „ins Wasser fällt“.
Nachdem sich der Regen verzogen hat, kommen aber alle wieder aus ihren Löchern und beenden den Abend zünftig mit einem großen Feuerwerk im ehemaligen Hafenbereich.
HAPPY BIRTHDAY, AMERICA!!!
Caddo Lake
Gewisse Web-Portale hatten uns dieses Fleckchen Erde mehrfach als „Must see“ angepriesen und der namensgleiche Film „Caddo Lake“ hatte auch dafür gesorgt, besagten mythischen See – übrigens der einzige und größte natürliche See in Texas – zu begutachten. Also auf ins Bayou und in den Caddo Lake State Park.
Der Big Cypress Bayou hat dieses gewisse Louisiana Sumpf Atmosphäre: uralte teilweise 400 Jahre alte Zypressen die im Wasser wachsen, die Äste behängt mit Spanish Moss, unbeschreibliche Ruhe und ein mystisches Flair. Man kann hier Kanus mieten und paddeln, fischen oder wandern (wenn man denn im Sommer die schwüle Hitze und Moskitos mag). Wir unternehmen daher nur eine Mini-Wanderung und am Mill Pond knipsen wir ein paar Fotos.
Was gut ist für die Natur, ist für uns allerdings etwas enttäuschend, da man außer im State Park nirgends wirklich direkt an den See kommt, sondern alles herum nur Privatland ist. (Zumindest haben wir auf unserem Weg um den See keine Zufahrt gefunden)
Egal… hier müssen wir im Winter nochmal her, wenn die Nebel über den See ziehen und die Temperaturen angenehmer sind… und dann auch inclusive Kanufahren 🙂
Gators & Friends
Um den Louisiana-Vibe trotzdem noch etwas zu genießen machen wir einen kleinen Schlenker nach Shreveport, LA und besuchen den „Gators & Friends“ Park. In dem kleinen interaktiven Tierpark kann man diverse Tiere füttern (leider nicht futtern) und jede Menge dicke Alligatoren gucken. Das ist natürlich nach dem Geschmack von unsrer Foto-Liese.
Und nochmal Palestine
Da es hier oben nicht wirklich noch was Spannendes zu begutachten gibt und uns das Palestine recht gut gefallen hat, beschließen wir dort nochmal zu übernachten, bevor wir am Montag wieder gen Heimat reisen. Also quartieren wir uns nochmal in selbigem Hotel ein, bummeln am Morgen nochmal durch „Downtown“ und fahren im Historic District herum, um die wunderschönen historischen Villen zu bestaunen. Ja, der Ort hat mehr Charme als man erwartet hätte.
Und das war auch schon unser „250 Jahre USA – Trip“ – mit drei Tagen etwas kurz aber trotzdem wie immer intensiv. Es muss ja auch nicht immer etwas super aufregendes sein und Ende August wartet ja auch schon die „Sommerferien-Abschluss-Tour“ mit neuen Abenteuern!













































